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Warum wir staffSign gebaut haben

Timo Hähne ·

Von Timo Hähne, Product Owner staffSign


Promotionbasis gibt es seit über 20 Jahren. In dieser Zeit haben wir gesehen, wie Jobmarkt-Plattformen entstanden sind, wie die Digitalisierung die Personalvermittlung verändert hat und wie Recruiter heute in Sekunden passende Promoter für ein Event in München finden können, wo früher Stunden vergingen.

Aber vor jedem Einsatz stand immer dasselbe Problem.

Der Vertrag.


Das Problem, das keiner löste

Freitagabend, 17:30 Uhr. Ein Promoter wird spontan für ein Event am Montag gebucht. Der Vertrag muss heute noch raus – rechtssicher, unterschrieben, abgelegt.

Der Ablauf, wie er tausende Male passiert ist:

  1. Word-Vorlage öffnen
  2. Einsatzdaten eintragen
  3. Als PDF exportieren
  4. Per E-Mail schicken
  5. Auf Antwort warten
  6. Unterschrift einscannen oder per Fax zurückbekommen
  7. Ablegen

Pro Vertrag: 15 bis 25 Minuten. Bei 50 Einsätzen pro Woche sind das bis zu 20 Stunden reine Administrationszeit – jede Woche, wieder und wieder.

Das war kein Randproblem. Das war der Alltag in der Zeitarbeit, in Staffing-Agenturen, in der Logistik – überall, wo Beschäftigungsverhältnisse schnell und flexibel entstehen müssen.


Warum bestehende Lösungen nicht passten

Es gibt gute eSignature-Produkte auf dem Markt. DocuSign, Skribble, Adobe Sign – alles solide Werkzeuge für ein breites Unternehmensumfeld.

Aber keines davon war für den spezifischen Rhythmus von HR und Staffing gebaut.

Kurze Vertragslaufzeiten. Wechselnde Standorte. Hohe Volumina. Kandidaten, die man vielleicht über ein Smartphone erreicht, aber nicht über ein Unternehmensportal. Personaldienstleister brauchen keine weitere Plattform, die man erst einrichten, schulen und pflegen muss. Sie brauchen einen Prozess, der einfach funktioniert.

Und sie brauchen ihn schnell.


Die eigentliche Frage: Wer schließt den Vertrag ab?

Als Anthropic 2024 das Model Context Protocol (MCP) veröffentlichte, wurde für uns eine abstrakte Möglichkeit sehr konkret: KI-Agenten können jetzt externe Systeme direkt ansteuern – Workflows steuern, Daten abrufen, Aktionen auslösen – ohne dass ein Mensch dazwischen sitzt.

Und wir stellten uns eine Frage: Wenn ein KI-Agent morgen für eine Staffing-Agentur Einsätze koordiniert, wer schließt dann den Vertrag ab?

Ein Mensch, der manuell eine PDF-Vorlage aufmacht? Oder ein System, das den Vertragsprozess als einfachen API-Call abwickelt?

Die Antwort war für uns klar. Und damit war auch die Richtung für staffSign klar.


Was wir gebaut haben – und warum

Wir haben staffSign Agent-first gedacht. Die REST-API und der MCP-Server mit 12 Tools sind nicht nachträglich hinzugekommen – sie sind die primäre Schnittstelle. Weil wir überzeugt sind: Die meisten Integrationen werden in naher Zukunft von Agenten ausgeführt werden, nicht von Menschen.

Das bedeutet konkret:

Für HR-Teams: Eine Plattform, die ohne IT-Kenntnisse funktioniert. 14 Vertragsvorlagen für Arbeitsverträge, Rahmenverträge und befristete Beschäftigung. Qualifizierte elektronische Signatur (QES) nach eIDAS – rechtlich anerkannt, EU-weit gültig, handschriftlich gleichwertig. Und ein Pay-as-you-go-Modell: ab 3 € pro Vertrag, kein Abo, keine Mindestlaufzeit.

Für Developer und Integratoren: Eine vollständige REST-API mit OpenAPI-Dokumentation, Code-Beispielen und Webhook-System für alle Vertragsereignisse.

Für KI-Agenten: Ein nativer MCP-Server mit 12 Tools – von create_contract über send_contract bis zu search_contracts. Claude, ChatGPT, Cursor oder jeder andere MCP-kompatible Agent kann den gesamten Vertragsprozess eigenständig steuern: Vorlage auswählen, Vertrag erstellen, versenden, Signatur-Status tracken. Alles ohne menschlichen Eingriff.

Das ist der Kern von staffSign: ein Tool, das für Menschen genauso funktioniert wie für Maschinen.


Kein Feature-Bingo, sondern Fokus

Wir hätten staffSign breiter anlegen können. Allgemeine Dokumentenplattform. Für alle Branchen. Mit jedem denkbaren Signatur-Typ.

Wir haben uns dagegen entschieden.

staffSign fokussiert auf Arbeitsverträge und auf die Branchen, in denen sie in hoher Frequenz, unter Zeitdruck und mit wechselnden Vertragspartnern entstehen: HR, Zeitarbeit, Logistik, Staffing, Messe und Event.

Diese Branchen haben eigene Anforderungen. Kurzfristige Beschäftigung. Häufig wechselnde Standorte. Kandidaten, die per Smartphone erreichbar sind, aber kein Firmenkonto haben. QES statt simpler Klick-Signatur – weil rechtliche Sicherheit gerade bei befristeten Arbeitsverträgen zählt.

Diesen Fokus zu halten war eine bewusste Entscheidung. Und wir sind davon überzeugt, dass Fokus besser skaliert als Breite.


Was als nächstes kommt

staffSign ist heute live. Aber es ist auch erst der Anfang.

Der Markt für KI-gestützte HR-Workflows steht ganz am Anfang. Viele der Tools, mit denen Unternehmen in zwei oder drei Jahren Recruiting, Vertragsabschluss und Onboarding automatisieren werden, gibt es heute noch gar nicht.

Wir bauen staffSign so, dass es Teil dieser Infrastruktur wird. Agent-first, MCP-native, offen für die Integrationen, die noch kommen werden.

Weil der Vertragsabschluss kein manueller Schritt bleiben darf – egal wer oder was ihn auslöst.


Arbeitsverträge digital. Für HR, Staffing & KI-Agenten.

Mehr erfahren und loslegen: staffsign.de

staffSign ist ein Service der Promotionbasis GmbH, Kiel. API-Dokumentation, Preisübersicht und Registrierung: staffsign.de